Pressemitteilung
Das „Web 2.0 Business“ wird Realität: 10 Thesen für das Jahr 2007
Im nächsten Jahr werden deutsche Unternehmen und Werbetreibende konsequent beginnen, das Web 2.0 für ihre Kommunikation einzusetzen. David Eicher, Geschäftsführer der Ag Agenturgruppe Robert & Horst, und Dr. Castulus Kolo von der Unternehmensberatung future enturgruppe directions nennen die 10 wichtigsten Entwicklungen für 2007. Zudem bringen sie mit „Web 2.0 Business" ein Kompendium zur Rolle von Web 2.0 für Unternehmen auch außerhalb der Medienbranche heraus.
München, 13.12.2006 - 2007 wird das Jahr der Praxis des Web 2.0. Davon ist David Eicher, Geschäftsführer der Agentur Robert & Horst und Experte für virale Kommunikation, überzeugt: „Unternehmen werden - nach zwei Jahren voller theoretischer Visionen - endlich beginnen, die neuen, teilweise radikalen Impulse des Web 2.0 für ihre Kommunikation zu nutzen. In der Markenführung, im Vertrieb, für das Dialogmarketing und die Kundenbindung wird Web 2.0 eine wichtige Rolle spielen.“
Für Unternehmen ist das ein wichtiger und zugleich sehr schwieriger Schritt. Aus diesem Grund hat David Eicher mit Dr. Castulus Kolo von der Unternehmensberatung future directions das umfassende Kompendium „Web 2.0 Business“ angefertigt. Es beschreibt alle Facetten des Web 2.0, nennt die Management-Herausforderungen und zeigt mit Best-Practice-Beispielen, wohin die Reise geht.
„Werbetreibende müssen 2007 beweisen, dass Web 2.0 für sie mehr ist als ein öffentlichkeitswirksames Lippenbekenntnis, mit dem sich gut PR machen lässt. Dazu soll ihnen unser Kompendium als Grundlage dienen“, so Eicher und Kolo. Ein kostenloses Summary bieten sie unter http://brainwash.robertundhorst.de an. Das vollständige Kompendium „Web 2.0 Business“ kann gegen eine Schutzgebühr von 350,- Euro zzgl. MwSt. bestellt werden unter: web-2.0@robertundhorst.de.
David Eicher ist sicher: „Wir werden 2007 viele Beispiele erleben, wie der Schulterschluss zwischen Unternehmen, Marken und Verbrauchern auf demokratischer Basis gelingen kann. Die Massenkommunikation erhält mit dieser neuen Art der Individualkommunikation einen ebenbürtigen Partner, der in Zukunft häufig den Ton angeben wird.“
Im nächsten Jahr wird Web 2.0 enorme Auswirkungen auf das Marketing und die Kommunikation haben und die Verbraucher-Kommunikation nachhaltig prägen. Deswegen müssen Unternehmen und Werbetreibende schnellstens auf die neuen Rahmenbedingungen reagieren, die Eicher und Kolo in 10 kurzen Thesen zusammengefasst haben:
Die zehn Thesen für 2007:
(Die ausführliche Version gibt es als pdf-Datei unter http://brainwash.robertundhorst.de.)1. Unternehmen müssen Angebote kreieren, die „infizieren“.
Die Internetgemeinde ist engagierter, aktiver denn je (s. Wikipedia, Blogs & Co.). Diese Bereitschaft, das eigene Wissen einzubringen und es in den Dienst einer Sache zu stellen, bietet ein riesiges Potenzial für Unternehmen. Zum Beispiel für das Wissensmanagement oder den „Outside-in-Innovationsprozess“. Unternehmen, denen es gelingt, die User anzustecken, zu „infizieren“ und damit ihr Engagement zu stimulieren, werden den Wettbewerb dominieren.
2. Der Trend „Ich Ich-Empowerment“ führt zu neuer Konkurrenz.
Parallel zur „Verbrüderung im Netz“ wächst die Zahl derer dramatisch, die das Internet für persönliche Geschäftsideen und -ziele nutzen. Der Trend „Ich-Empowerment“ entsteht. Diese Einzelakteure agieren schnell und unkonventionell. Sie verschärfen den Wettbewerb, dringen ein in die Hoheitsgebiete der Marken. Diese Entwicklung zwingt Unternehmen, ihr Wettbewerb-Screening radikal zu erweitern.
3. Das Web liefert hochwertiges Wissen für Direktmarketing und Marktforschung.
Das Internet der Anonyme und Pseudonyme ist Vergangenheit. Durch ihre Hinterlassenschaften und Spuren im Web, durch ihre Web-Historie, bekommen User ein Gesicht. Direktmarketing und Markt-forschung können in Zukunft mit Profilen und Ergebnissen arbeiten, die es in dieser Dichte noch nicht gab.
4. User werden zu Marke Marken - und machen alt gedienten Marken Konkurrenz
Klassische Markenkompetenzen wie Vertrauen, Sicherheit, Seriosität werden zunehmend auch Personen zugeschrieben (etwa Blog-Autoren oder angesehenen Mitgliedern sozialer Netzwerke). Ganz gleich, ob es um sachliche Information oder Entscheidungshilfen geht: Die Vertrauensbildung findet immer weniger über Marken statt, sondern über die kleinste Einheit im Web: das Individuum. Es ist authentisch, sein Name besitzt Reputation und wird infolgedessen selbst zur Marke. Unternehmen müssen ihre Beratungskompetenz künftig mit diesen Menschen teilen.
5. Der Verdrängungswettbewerb sozialer Netzwerke beginnt.
Soziale Netzwerke à la OpenBC, MySpace oder Studi-VZ werden sich 2007 in sehr vielen Branchen und Themenumfeldern etablieren – internetbasiert wie mobil. Auch einige Unternehmen werden themenspezifische soziale Netzwerke starten, um die Kundenbeziehung zu intensivieren. Das leitet einen Verdrängungswettbewerb um die Gunst potenzieller Mitglieder ein. Denn, so sehr sich die Menschen solche Netzwerke wünschen: Sie haben keine Lust, ihre Daten jeden Monat woanders zu hinterlegen. Unternehmen müssen jetzt starten. Praxisrelevante Hinweise, wie die Zielgruppe der „Netzwerker“ beschaffen ist und auf welche Inhalte sie Wert legt, zeigt die Studie „Online Social Networks“ der GfK und Robert & Horst. (Download unter www.robertundhorst.de/v2/presse.php)
6. Der Verkauf von Nischenprodukten wird rentabel.
Im Internet werden selbst User mit exotischen Vorlieben zu einer kritischen Masse gebündelt, die Vermarktung von Nischenprodukten („Long Tail Marketing“) wird profitabel. Dies hat verschiedene Auswirkungen, etwa auf die Sortimentsstrategie und das „Versioning“ (Variantenmanagement).
7. Verbraucher bestimmen den Kontext einer Marke – „Mash Mash-ups“ werden zu Marketingtools.
Web-Nutzer stellen sich künftig das Beste aus unterschiedlichen Quellen selbst zusammen, sie produzieren „Mash-ups“, Neukombinationen unterschiedlicher Inhalte. Möglich wird dies, weil immer mehr Marken (Portale, Shops oder Mailservices) entsprechende Module anbieten, die sich verknüpfen lassen (z.B. www.netvibes.com). Dies führt dazu, dass die User bestimmen, was, wann, wie, wo und mit wem statt-finden wird – nicht nur auf ihren persönlichen Seiten, sondern auch auf stark frequentierten Angeboten wie Blogs. Für Unternehmen wird es einerseits existentiell, diesen Wunsch nach freier Verwendbarkeit der Markeninhalte zu erfüllen. Andererseits erwachsen daraus Gefahren für die Marken. Dieser Spagat zwischen „Dabei sein ist alles“ und „Kontrollverlust“ ist eine Herausforderung für das Brandmanagement.
8. Die „Flatrate Flatrate-Generation“ fordert neue Kommunikationsangebote.
Flatrate-Zugänge werden zum Standard. Dadurch wachsen Internet und Offline-Alltag weiter zusammen und dringen in (fast) alle Lebensbereiche vor. Dies und die zunehmende Online-Erfahrung verändern das User-Verhalten quantitativ und qualitativ. Durch das Ausdehnen des sozialen Internet auf mobile Endge-räte und das Einbeziehen der physischen Umgebung durch Location-based-Services wird dieser Trend in seinem Umfang und seinen Konsequenzen potenziert. Unternehmen müssen ihre Kommunikations- und Content-Strategien zügig überarbeiten, ebenso die Werbeformate und das Dialogmarketing.
9. Wer es versteht, Virales Marketing anzustoßen, gewinnt!
Die strukturelle Basis der Kommunikation verlagert sich vom „Sender-Empfänger-Prinzip“ (heutige Werbung) zu sozialen Netzwerken, in denen jeder eine Kommunikationslawine auslösen kann. Soziale Online-Beziehungen werden deshalb zu den maßgeblichen Kanälen der Zukunft („Many to Many“ statt „One to Many“). Der Stellenwert der Kommunikation über individuelle Kontakte („Word-of-Mouth“) nimmt gegenüber der Kommunikation über Massenmedien weiter zu. Virale Kampagnen werden zu tragenden Elementen der Marketingkommunikation.
10. Der wachsende Kontrollverlust belebt das Marketing.
Marken sind im Internet nur noch bedingt zu führen. Gründe sind die Selbstorganisation der Verbraucher und deren Kommunikation untereinander in nicht kontrollierbaren und nicht planbaren Kommunikations-kanälen. Es hat jedoch keinen Sinn, über diesen Kontrollverlust zu lamentieren – er existiert bereits und wird sich verschärfen. Viel wichtiger ist es, die neue Offenheit als Chance zu begreifen, mit dem Kunden neue Partnerschafts-Modelle zu entwickeln. Nur wer dies begreift, wird reüssieren.
Für weitere Informationen steht Ihnen gerne zur Verfügung:
Henriette zu Dohna
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